Geschichte des Hotel Royal Garni in Innsbruck
Manche Hotels verschwinden irgendwann aus den Buchungsportalen, von den Straßenschildern und schließlich auch aus dem Stadtbild. Ihre Geschichte bleibt trotzdem mit dem Ort verbunden. Beim ehemaligen Hotel Royal Garni in Innsbruck ist dieser Ort der Innrain 16, nur wenige Schritte von der Innsbrucker Altstadt entfernt.
Heute befindet sich an derselben Adresse das Basic Hotel Innsbruck. Wer hier vorbeigeht, sieht ein modernes Stadthotel mit einer auffälligen gelblich-grünen Fassade. Doch lange bevor dort der Name „Basic“ zu lesen war, empfing an dieser Adresse das Hotel Royal seine Gäste. Und die Geschichte des Standortes reicht noch sehr viel weiter zurück.


Wir haben versucht, diese Geschichte anhand alter Einträge, noch auffindbarer Hotelseiten und historischer Quellen nachzuzeichnen. Eine lückenlose Hotelchronik können wir daraus nicht machen. Vieles ist heute schlicht nicht mehr dokumentiert. Was folgt, ist deshalb unsere Spurensuche rund um einen Innsbrucker Standort, der sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert hat.
Manche Hotels verschwinden irgendwann aus den Buchungsportalen, von den Straßenschildern und schließlich auch aus dem Stadtbild. Ihre Geschichte bleibt trotzdem mit dem Ort verbunden. Beim ehemaligen Hotel Royal Garni in Innsbruck ist dieser Ort der Innrain 16, nur wenige Schritte von der Innsbrucker Altstadt entfernt.

Heute befindet sich an derselben Adresse das Basic Hotel Innsbruck. Wer hier vorbeigeht, sieht ein modernes Stadthotel mit einer auffälligen gelblich-grünen Fassade. Doch lange bevor dort der Name „Basic“ zu lesen war, empfing an dieser Adresse das Hotel Royal seine Gäste. Und die Geschichte des Standortes reicht noch sehr viel weiter zurück.

Wir haben versucht, diese Geschichte anhand alter Einträge, noch auffindbarer Hotelseiten und historischer Quellen nachzuzeichnen. Eine lückenlose Hotelchronik können wir daraus nicht machen. Vieles ist heute schlicht nicht mehr dokumentiert. Was folgt, ist deshalb unsere Spurensuche rund um einen Innsbrucker Standort, der sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert hat.
Die Geschichte des Innrains
Wer heute über den Innrain fährt oder zu Fuß Richtung Altstadt geht, erlebt eine der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsachsen Innsbrucks. Auf rund zwei Kilometern verläuft die Straße von der Altstadt in Richtung Südwesten und dabei über weite Strecken parallel zum Inn. Doch der Innrain war nicht immer die dicht bebaute Stadtstraße, die wir heute kennen.
Vom Stadtrand zur Innsbrucker Vorstadt
Der östliche Teil des Innrains gehörte bereits seit der Stadtgründung um 1180 zu Innsbruck. Bebaut war dieses Gebiet damals allerdings kaum. Außerhalb der Stadtmauern lagen Felder, am Inn befanden sich unter anderem ein Holzlagerplatz und Einrichtungen für den Holztransport. Auch ein sogenannter Triftkanal verlief einst entlang des Innrains.
Erst ab der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entwickelte sich entlang der Straße langsam eine Vorstadt. Zunächst entstanden die Gebäude vor allem auf der Südseite. Später kamen repräsentativere Häuser und kirchliche Bauten hinzu. Zwischen 1700 und 1705 wurden beispielsweise das Ursulinenkloster und die dazugehörige Kirche errichtet. Anfang des 18. Jahrhunderts folgte auch auf der Nordseite eine geschlossene Häuserzeile.

Damit veränderte sich das Bild des Innrains grundlegend. Wo zuvor Felder und freie Flächen lagen, entstand immer mehr städtisches Leben.
Markt, Johanneskirche und Universität
1679 wurde der Wochenmarkt aus der Altstadt an den Innrain verlegt. Der breite Straßenraum eignete sich dafür wesentlich besser. Ab 1880 fand im vorderen Bereich des Innrains sogar täglich ein Obst- und Gemüsemarkt statt. 1913 und 1914 entstand schließlich die Markthalle zwischen Innrain und Innufer.
Auch die Johanneskirche gehört seit Jahrhunderten zum Bild der Straße. 1721 wurde zunächst eine kleine Kapelle zu Ehren des heiligen Johannes Nepomuk errichtet. Schon wenige Jahre später begann der Bau einer größeren Kirche, die 1735 eingeweiht wurde. Gerade diese Entwicklung prägte den Innrain stark. Aus dem ehemals landwirtschaftlich genutzten Randgebiet wurde zunehmend ein städtischer Platz und später ein wichtiger Teil des Innsbrucker Universitätsviertels.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der alte Triftkanal zugeschüttet. Gleichzeitig wuchs Innsbruck weiter nach Westen. Im frühen 20. Jahrhundert kamen die großen Universitätsbauten hinzu. Das heute bekannte Hauptgebäude der Universität am Innrain wurde 1924 eröffnet.
Vom Stadtrand zur Innsbrucker Vorstadt

Der östliche Teil des Innrains gehörte bereits seit der Stadtgründung um 1180 zu Innsbruck. Bebaut war dieses Gebiet damals allerdings kaum. Außerhalb der Stadtmauern lagen Felder, am Inn befanden sich unter anderem ein Holzlagerplatz und Einrichtungen für den Holztransport. Auch ein sogenannter Triftkanal verlief einst entlang des Innrains.
Erst ab der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entwickelte sich entlang der Straße langsam eine Vorstadt. Zunächst entstanden die Gebäude vor allem auf der Südseite. Später kamen repräsentativere Häuser und kirchliche Bauten hinzu. Zwischen 1700 und 1705 wurden beispielsweise das Ursulinenkloster und die dazugehörige Kirche errichtet. Anfang des 18. Jahrhunderts folgte auch auf der Nordseite eine geschlossene Häuserzeile.
Damit veränderte sich das Bild des Innrains grundlegend. Wo zuvor Felder und freie Flächen lagen, entstand immer mehr städtisches Leben.
1679 wurde der Wochenmarkt aus der Altstadt an den Innrain verlegt. Der breite Straßenraum eignete sich dafür wesentlich besser. Ab 1880 fand im vorderen Bereich des Innrains sogar täglich ein Obst- und Gemüsemarkt statt. 1913 und 1914 entstand schließlich die Markthalle zwischen Innrain und Innufer.
Auch die Johanneskirche gehört seit Jahrhunderten zum Bild der Straße. 1721 wurde zunächst eine kleine Kapelle zu Ehren des heiligen Johannes Nepomuk errichtet. Schon wenige Jahre später begann der Bau einer größeren Kirche, die 1735 eingeweiht wurde. Gerade diese Entwicklung prägte den Innrain stark. Aus dem ehemals landwirtschaftlich genutzten Randgebiet wurde zunehmend ein städtischer Platz und später ein wichtiger Teil des Innsbrucker Universitätsviertels.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der alte Triftkanal zugeschüttet. Gleichzeitig wuchs Innsbruck weiter nach Westen. Im frühen 20. Jahrhundert kamen die großen Universitätsbauten hinzu. Das heute bekannte Hauptgebäude der Universität am Innrain wurde 1924 eröffnet.
Markt, Johanneskirche und Universität

Das Hotel Royal Garni am Innrain 16
Viele Jahrzehnte später wurde der Innrain 16 zur Adresse des Hotel Royal Garni. Die Geschichte der „Hotel Royal Garni Helga Pümpel und Erna Steger KG“ lässt sich im Firmenbuch bis zum 1. Juli 1992 zurückverfolgen. Am 6. März 2012 wurde die Gesellschaft gelöscht.
Aus alten Hoteleinträgen lässt sich zumindest noch ein recht gutes Bild davon gewinnen, was Gäste damals erwartete. Das Royal wurde als Drei-Sterne- und Seminarhotel mitten im Innsbrucker Stadtzentrum beworben. Es verfügte über größere und kleinere Zimmer, teilweise mit Balkon und Bergblick. Dazu kamen Parkmöglichkeiten und zwei Seminarräume.

Das Besondere war aber natürlich die Lage. Goldenes Dachl, Universität, Klinik, Kongresshaus und weitere Ziele in Innsbruck waren innerhalb weniger Minuten erreichbar. Genau darin dürfte ein großer Teil des Charmes des Royal gelegen haben: morgens aus der Hoteltür treten und praktisch schon mitten in Innsbruck stehen.
Helga Pümpel und Erna Steger: die Frauen hinter dem Royal
Mit dem Hotel verbunden sind vor allem zwei Namen: Helga Pümpel und Erna Steger.
Über ihre Zeit als Hotelbetreiberinnen ist öffentlich leider nur wenig erhalten geblieben. Umso sympathischer finden wir, dass ihre Verbindung zur Gastfreundschaft offenbar auch nach dem Royal nicht einfach endete. Nach den Informationen, die uns vorliegen, engagieren sich die beiden heute ehrenamtlich beim FC Wacker Innsbruck und kümmern sich in der VIP-Lounge um die Verpflegung der Gäste.

Für uns passt das wunderbar zur Geschichte. Früher wurden Reisende am Innrain willkommen geheißen, heute sind es Fußballfreunde. Der Ort hat sich verändert, die Aufgabe ebenfalls. Gastgeberinnen sind sie aber offenbar geblieben.
Das Hotel Royal Garni am Innrain 16
Viele Jahrzehnte später wurde der Innrain 16 zur Adresse des Hotel Royal Garni. Die Geschichte der „Hotel Royal Garni Helga Pümpel und Erna Steger KG“ lässt sich im Firmenbuch bis zum 1. Juli 1992 zurückverfolgen. Am 6. März 2012 wurde die Gesellschaft gelöscht.
Aus alten Hoteleinträgen lässt sich zumindest noch ein recht gutes Bild davon gewinnen, was Gäste damals erwartete. Das Royal wurde als Drei-Sterne- und Seminarhotel mitten im Innsbrucker Stadtzentrum beworben. Es verfügte über größere und kleinere Zimmer, teilweise mit Balkon und Bergblick. Dazu kamen Parkmöglichkeiten und zwei Seminarräume.
Das Besondere war aber natürlich die Lage. Goldenes Dachl, Universität, Klinik, Kongresshaus und weitere Ziele in Innsbruck waren innerhalb weniger Minuten erreichbar. Genau darin dürfte ein großer Teil des Charmes des Royal gelegen haben: morgens aus der Hoteltür treten und praktisch schon mitten in Innsbruck stehen.

Helga Pümpel und Erna Steger: die Frauen hinter dem Royal

Mit dem Hotel verbunden sind vor allem zwei Namen: Helga Pümpel und Erna Steger.
Über ihre Zeit als Hotelbetreiberinnen ist öffentlich leider nur wenig erhalten geblieben. Umso sympathischer finden wir, dass ihre Verbindung zur Gastfreundschaft offenbar auch nach dem Royal nicht einfach endete. Nach den Informationen, die uns vorliegen, engagieren sich die beiden heute ehrenamtlich beim FC Wacker Innsbruck und kümmern sich in der VIP-Lounge um die Verpflegung der Gäste.
Für uns passt das wunderbar zur Geschichte. Früher wurden Reisende am Innrain willkommen geheißen, heute sind es Fußballfreunde. Der Ort hat sich verändert, die Aufgabe ebenfalls. Gastgeberinnen sind sie aber offenbar geblieben.
Innsbruck im Wandel der Zeit: Die Lage bleibt
Innsbruck verändert sich ständig. Das tat die Stadt schon lange vor dem Hotel Royal. Felder wurden zu Straßenzügen, aus einem Markt entwickelte sich eine Verkehrsachse, die Universität rückte an den Innrain und Häuser bekamen neue Fassaden, neue Besitzer und neue Namen.
Auch am Innrain 16 ist dieser Wandel sichtbar. Wo früher das Hotel Royal Garni seine Gäste begrüßte, befindet sich heute das Basic Hotel Innsbruck. 25 Gästezimmer sowie weitere Apartments gehören aktuell zum Angebot. Das Konzept ist moderner und bewusst unkompliziert gehalten. Geblieben ist aber dieselbe Adresse.
Und gerade diese Adresse ist heute fast genauso interessant für einen Innsbruck-Aufenthalt wie zu Zeiten des Royal. Das Basic Hotel beschreibt die historische Altstadt als nur etwa eine Gehminute entfernt. Das Goldene Dachl, die Innenstadt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten lassen sich von hier aus bequem zu Fuß erreichen. Auch öffentliche Verkehrsmittel liegen unmittelbar vor dem Haus.

Auch am Innrain 16 ist dieser Wandel sichtbar. Wo früher das Hotel Royal Garni seine Gäste begrüßte, befindet sich heute das Basic Hotel Innsbruck. 25 Gästezimmer sowie weitere Apartments gehören aktuell zum Angebot. Das Konzept ist moderner und bewusst unkompliziert gehalten. Geblieben ist aber dieselbe Adresse.
Und gerade diese Adresse ist heute fast genauso interessant für einen Innsbruck-Aufenthalt wie zu Zeiten des Royal. Das Basic Hotel beschreibt die historische Altstadt als nur etwa eine Gehminute entfernt. Das Goldene Dachl, die Innenstadt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten lassen sich von hier aus bequem zu Fuß erreichen. Auch öffentliche Verkehrsmittel liegen unmittelbar vor dem Haus.


Auch am Innrain 16 ist dieser Wandel sichtbar. Wo früher das Hotel Royal Garni seine Gäste begrüßte, befindet sich heute das Basic Hotel Innsbruck. 25 Gästezimmer sowie weitere Apartments gehören aktuell zum Angebot. Das Konzept ist moderner und bewusst unkompliziert gehalten. Geblieben ist aber dieselbe Adresse.
Und gerade diese Adresse ist heute fast genauso interessant für einen Innsbruck-Aufenthalt wie zu Zeiten des Royal. Das Basic Hotel beschreibt die historische Altstadt als nur etwa eine Gehminute entfernt. Das Goldene Dachl, die Innenstadt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten lassen sich von hier aus bequem zu Fuß erreichen. Auch öffentliche Verkehrsmittel liegen unmittelbar vor dem Haus.

Vielleicht ist genau das die schönste Konstante in dieser Geschichte: Namen und Hotelkonzepte ändern sich. Eine richtig gute Lage bleibt eine richtig gute Lage.
Wer früher im Hotel Royal übernachtete, konnte morgens hinaus auf den Innrain treten und Innsbruck entdecken. Wer heute am selben Ort übernachtet, kann genau dasselbe tun. Und zwischen diesen beiden Momenten liegen inzwischen mehr als drei Jahrzehnte Hotelgeschichte und viele Jahrhunderte Innsbrucker Stadtgeschichte.

Vielleicht ist genau das die schönste Konstante in dieser Geschichte: Namen und Hotelkonzepte ändern sich. Eine richtig gute Lage bleibt eine richtig gute Lage.
Wer früher im Hotel Royal übernachtete, konnte morgens hinaus auf den Innrain treten und Innsbruck entdecken. Wer heute am selben Ort übernachtet, kann genau dasselbe tun. Und zwischen diesen beiden Momenten liegen inzwischen mehr als drei Jahrzehnte Hotelgeschichte und viele Jahrhunderte Innsbrucker Stadtgeschichte.
Hinweis für Reisende
Aktuelle Preise, Verfügbarkeiten, Buchungsbedingungen und Leistungen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Website des Basic Hotels Innsbruck. Royal-hotel.at nimmt keine Zimmerreservierungen entgegen.
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Diese Seite ist ein dokumentarisches Projekt. Es besteht keine Verbindung zum echten Hotel Royal Garni und zu dem Basic Hotel.
